Die Furie des Verschwindens

Kultur | aus FALTER 21/05 vom 25.05.2005

KUNST Der Galerist Jan Krugier zeigt seine prächtige Grafiksammlung in der Albertina, der Künstler Gustav Metzger sein Lebenswerk in der Generali Foundation. Der Holocaust prägte beider Leben. MATTHIAS DUSINI

Der eine kaut genussvoll auf seiner Zigarre herum, der andere kommt in Birkenstockschlapfen zur Pressekonferenz. Der 77-jährige Jan Krugier tätschelt die Hand der Falter-Fotografin Katharina Gossow, wenn er ihr das Wesen des Menschen erklärt: "Manchmal weinen Sie, und manchmal lachen Sie. Gell? Und das ist das Menschliche." Der um zwei Jahre ältere, leicht schwerhörige Gustav Metzger weicht zurück, wenn ihm der Journalist im Interview allzu nahe kommt. Und er formuliert leise, unerbittliche Sätze: "Man denkt, mit dem Alter wird man labil. Aber in den letzten 15 Jahren verspüre ich in mir die wachsende Notwendigkeit, mich gegen den Kapitalismus zu wenden."

  Man muss eine genaue Zeit vereinbaren, um den in London lebenden Künstler in der Telefonzelle vor seinem Haus zu


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