Pizza ex machina

Kultur | aus FALTER 21/05 vom 25.05.2005

LITERATUR Nick Hornbys jüngster Roman "A Long Way Down" führt ungleiche Selbstmordgefährdete zusammen und wartet auf seine Verfilmung. KLAUS NÜCHTERN

Nick Hornby, Jahrgang 1957, ist die Verkörperung des guten Briten - british, but nice. Er ist Fußballfanatiker, aber kein Hooligan, sondern selbstironischer Proponent einer freundlich abgesofteten lad culture, die einem kein Bierglas über den Schädel zieht, sich allerdings auch noch nicht völlig ins Metrosexuelle verflüchtigt hat; vor dem narzisstischen Selfstyling eines David Beckham ist er schon seines schütteren Haupthaars wegen gefeit.

  Nick Hornby schreibt das, was die Briten lad lit, also "Bubenbücher" nennen (im Gegensatz zur chick lit). Es geht ziemlich oft um Fußball ("Fever Pitch"), sehr oft um Popmusik und deren Transformation in ein Instrument (männlichen) Auskennertums ("High Fidelity", "31 Songs"). Hornbys Protagonisten sind freilich auch stets bemüht, an sich zu arbeiten, um eventuell vom ewigen Buben doch


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige