Mutterkreuz der Republik

Politik | aus FALTER 21/05 vom 25.05.2005

KOMMENTAR Die Regierung will die Trümmerfrauen belohnen. Eine ungerechte Geste, die eines zeigt: In Österreich gibt es keine Entschädigungen für Naziopfer ohne fragwürdige Gegengeschäfte. EVA BLIMLINGER

Nicht genug, dass die Regierung in den letzten Wochen und Monaten keine Gelegenheit auslässt, sechzig Jahre Kriegsende und fünfzig Jahre Staatsvertrag und damit letztendlich sich selbst zu feiern. Nein, Feiern, Jubilieren, Gedenken reicht nicht. Es fehlen die Massen, die fahnenschwingend vor dem Belvedere stehen und der Regierung zujubeln, und daher muss gehandelt werden - denn Wahlen sind auch bald.

  Am 12. Mai 2005 brachten die Abgeordneten Herbert Haupt (BZÖ/FPÖ) und Walter Tancsits (ÖVP) folgenden Entschließungsantrag im Parlament ein: "Die Leistungen von Frauen beim Wiederaufbau der Republik Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg sollten durch eine einmalige Zuwendung besonders gewürdigt werden. Durch diese Geste würde eine besondere Anerkennung der Leistungen jener

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