Kommentar

KULTUR | aus FALTER 21/05 vom 25.05.2005

KHM: gute Bilanzen, schlechter Direktor

KHM: gute Bilanzen, schlechter Direktor

Wilfried Seipel ist ein ordentlicher Kaufmann. Das bescheinigte ihm vorige Woche in der Chefetage der Wiener Raiffeisenbank eine geballte Ladung ökonomischer Fachkompetenz. Eine Gruppe von Experten, darunter Peter Püspök, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien, und der Wirtschaftsprofessor Theodor Öhlinger, verteidigten den Ägyptologen und Generaldirektor des Kunsthistorischen Museums (KHM) Seipel präventiv gegen den zwei Tage später veröffentlichten Bericht des Rechnungshofes (RH).

Der RH-Endbericht (er ist im Internet unter www.rechnungshof.gv.at nachlesbar) stellt dem Kaufmann Seipel kein gutes Zeugnis aus. Das KHM habe die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchhaltung und Bilanzierung mehrfach nicht eingehalten, heißt es da. Und dann wird eine lange Liste von Mängeln und Merkwürdigkeiten aufgelistet. Für die erwähnten Entlastungsexperten sind diese Kritikpunkte "dramatisierte


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