Nichts an ihm war Literatur

Steiermark KULTUR | aus FALTER 21/05 vom 25.05.2005

LITERATUR Der Grazer Lyriker Alois Hergouth war über Jahrzehnte hin eine feste Größe im steirischen Literaturbetrieb. Nun erscheint posthum eine Gesamtausgabe seiner Gedichte. Eine Hommage. CHRISTIAN TEISSL

Vor sechzig Jahren erschien im Grazer Antifaschistischen Volksverlag ein Buch mit dem Titel "Bekenntnis zu Österreich". Es war kein politisches Manifest, sondern eine Lyrikanthologie. Zu ihren Beiträgern zählte neben jungen Emigranten wie Erich Fried oder Willy Verkauf auch der damals zwanzigjährige Alois Hergouth. Mit diesem "Bekenntnis" begann er seinen langen literarischen Weg, der ihn bisweilen durch unwegsames Gelände führte und zum Einzelgänger machte.

  In der Welt, in die Hergouth hineingeboren wurde, spielte Literatur keine Rolle. Seine Eltern, die von slowenischen Häusler- und Bauernfamilien herstammten, waren um die Jahrhundertwende aus der damaligen Untersteiermark nach Graz gekommen und hatten hier Arbeit und - in der Moserhofgasse, der "windischen Herrengasse",


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