Der Standlstaat

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 22/05 vom 01.06.2005

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Es ist alles in Ordnung im Land. Kann auch gar nicht anders sein, zu Kanzlers Geburtstag! 

Es geht uns prächtig, soeben hat das Nein der Franzosen zur EU-Verfassung "unsere Neutralität gerettet", wie uns das führende Blatt und Säbelschwinger Strache unisono versichern. Der Kanzler will auf einmal immer schon eine europaweite Abstimmung gefordert haben. Das Qualitätsblatt und die U-Bahn-Zeitung hatten die gleiche Idee: ein fettes "Non" auf der Titelseite. Bei der U-Bahn-Zeitung war die Freude allerdings größer. Die Presse brachte dafür einen Gastkommentar von Christian Ortner, dem mein letzter Kommentar im Magen lag. Ich hatte mich unter anderem mit der Frage beschäftigt, warum, anders als 1999, keine Wendestimmung im Land herrscht. Das interessiert Ortner, gehört er doch zu jenen, die alles dafür taten, dass 1999 ein "Die-müssen-weg-Gefühl" entstand.

Kein Wunder, dass er meine Antwort für "geradezu abwegig" hält. "Die Behauptung Thurnhers", schreibt


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