Die Anwältin

Alice Uhl | Politik | aus FALTER 22/05 vom 01.06.2005

FRAUEN IM ISLAM "Islam und Frauenrechte sind vereinbar, doch erst muss das Patriarchat weg": Eine Begegnung mit der Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi, die auf den Todeslisten der Mullahs stand und vergangene Woche in Wien war. 

Sie ist eine kleine, beinahe unscheinbare Frau. Sie spricht ruhig, sie wirkt freundlich, und sie gibt sich bescheiden. Der Inhalt ihrer Reden, ihr Engagement, ihre Geschichte - all das ist jedoch kompromisslos. Unermüdlich und mutig wirbt und kämpft die Anwältin Shirin Ebadi im Iran für die Anerkennung und Einhaltung der Menschenrechte, setzt sich besonders für Kinder- und Frauenrechte ein - und das in einem Gottesstaat, der solches Engagement auch schon mit dem Tode bestraft hat. Ebadi selbst wurde wegen ihrer Aktivitäten mehrmals verhaftet, ihr Name steht auf den Todeslisten des Regimes.

Vor zwei Jahren wurde die streitbare Iranerin - übrigens als erste Muslimin - für ihr Engagement mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Das war nicht nur ein

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