Mediensplitter

Medien | aus FALTER 22/05 vom 01.06.2005

ORF: Vorgezogene Direktorenwahl? Nach den Querelen um den Einfluss der Regierung auf die Nachrichtensendungen mehren sich die Gerüchte, dass die Wahl der ORF-Führung vorverlegt werden könnte. Eigentlich stünden Generaldirektorin Monika Lindner & Co erst im Herbst 2006 zur Disposition, doch da sind auch Nationalratswahlen angesetzt. Um Kollisionen zu vermeiden, soll der ORF früher neu besetzt werden - so könnte die offizielle Begründung lauten. Tatsächlich wünscht sich die ÖVP eine vorgezogene Wahl, weil sie derzeit noch die Mehrheit im Stiftungsrat, der die Direktorin oder den Direktor bestimmt, hat. Bei den Nationalratswahlen könnte diese Übermacht verloren gehen.

ÖVP verliert gegen Swoboda Unter all den halblustigen E-Cards auf der Homepage der ÖVP (www.oevp.at) findet sich seit kurzem ein Sujet, das den Schwarzen eher weniger Spaß macht. Erzwungen hat es der SP-Europaabgeordnete Hannes Swoboda, dem die Kanzlerpartei während der Europawahlen 2004 auf einer elektronischen Juxpostkarte unterstellt hatte, sich bei der sozialistischen Internationale für die Sanktionen gegen Österreich bedankt zu haben. Swoboda klagte und nun muss sich die ÖVP verpflichten, ihre Unterstellung ab sofort zu unterlassen.

ART IN MIGRATION Pünktlich zum Kulturgrätzlfestival "Soho in Ottakring" hat die vierte und jüngste Straßenzeitung Wiens ihre zweite Ausgabe veröffentlicht: "Art in migration/Kunst in Migration" gibt "Menschen eine Stimme, die in den etablierten Medien kaum vorkommen", sagen die Herausgeber des Blattes. Die Zeitung kostet zwei Euro. Einer verbleibt beim Verkäufer.


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