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Kultur | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 22/05 vom 01.06.2005

Das Theater mbH dürfte sich demnächst auflösen, begründet das mit der Theaterreform und zeigt im dietheater Künstlerhaus ein neues Stück von Howard Barker, einem britischen Autor, dem die Gruppe seit 1987 verbunden ist. "Christ's Dog" (bis 10.6.) ist eine Art Höllenfahrt, man zeigt die letzten Stunden eines impotenten Casanovas, dem es offenbar vor allem darum geht, den Damen beim Pipimachen zuschauen zu dürfen. Kurz vor seinem Ende trifft der Held der Geschichte mit aktuellen und verflossenen Gattinnen zusammen, die sich alle auf ihre Weise an ihm rächen - vor allem, indem sie ihm den Gnadenschuss verwehren. Ach ja: Irgendwie geht's auch noch darum, dass Jesus einen Hund hatte, keine Promenadenmischung, wie man sich das erwarten würde, sondern einen peinlichen, reinrassigen, womöglich einen Pudel. Johanna Tomek und Werner Schönolt haben diesen Totentanz handwerklich solide urinszeniert. Weil "Christ's Dog" ein Auftragswerk ist, hätte Mr. Barker die Anzahl seiner Figuren vielleicht


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