Krawatte, queerkariert

Kultur | Maya Mckechneay | aus FALTER 22/05 vom 01.06.2005

FILM Das Programm des alle zwei Jahre veranstalteten Queer Film Festivals "Identities" ist heuer praller denn je und wartet, vor allem im dokumentarischen Bereich, mit einer Reihe von Entdeckungen auf. 

Aufblende: Großauftritt für zwei Hände und ein seidenes Band. Zu samtigen Elektronikklängen wird eine Krawatte geknüpft - elegant, verspielt -, dann wieder gelöst. Es gleitet der rosarote Stoff um den Kragen, zum Schal geworden, zum Negligee möchte man meinen, und wird schließlich von zarten Händen wieder in Knotenform gebracht. Der Trailer (Gestaltung: vidok/Timo Novotny, Nik Thoenen, Gerald Schober) des Queer Film Festivals Identities ist ein Versprechen: Er kündet von der Vieldeutigkeit vordergründig codierter Gesten, von gleitenden Übergängen und der Erotik des Alltags.

Das von Barbara Reumüller zusammengestellte Programm des alle zwei Jahre stattfindenden Identities Festivals ist praller denn je: Für die insgesamt hundert kurzen und langen Filme (der überwiegende Teil


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