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Trashige Taschen

DONJA NOORMOFIDI | Steiermark Stadtleben | aus FALTER 22/05 vom 01.06.2005

Im Tagwerkshop am Mühlgangweg 1 baumeln gut fünfzig bunte Taschen von der Decke. Davor sitzen fünf junge Frauen vor ratternden Nähmaschinen oder schneiden alte LKW-Planen zurecht. Obwohl der Shop hinter dem Schlupfhaus, der Jugend-Notschlafstelle der Caritas, am "Popo der Welt" liegt, wie Werkstättenleiterin Silvia Jölli bedauert, verirren sich immer wieder Neugierige auf der Suche nach der einzig richtigen Tasche dorthin. "Bei uns gibt es nämlich Einzelstückgarantie", erklärt Jölli stolz. Keine Tasche gleicht der anderen. Wer in dem breiten Sortiment nichts Tragbares findet, kann sich auch seine ganz persönliche Tasche auf den Leib schneidern lassen. Zum Beispiel aus dem ausrangierten Lieblingskleid oder aus Omas altem Duschvorhang. Upcyclen und Trashdesign lauten die Schlagworte, denn was bei Tagwerk die Form einer Tasche annimmt, war vorher meist schon eine Lkw-Plane oder ein Werbebanner. Und nicht nur die Taschen haben Geschichte, auch die Designerinnen blicken auf eine bewegte

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