"Müssen radikaler werden"

Steiermark Kultur | FRANZ NIEGELHELL | aus FALTER 23/05 vom 08.06.2005

MUSIK Peter Oswald, Intendant des steirischen herbst, zieht Bilanz über sein Festival. Ein Gespräch über neue Partner, den Zerfall der Städte und die Weigerung, Förderung mit der Gießkanne zu betreiben.

Peter Oswald ist seit 1999 Intendant des Festivals steirischer herbst. Vergangene Woche präsentierte er das Programm für den heurigen, seinen letzten herbst. Unter dem Titel "Stadt - polis on display" wird es dabei um die radikalen Umbrüche von europäischen Städten gehen. Umbrüche, die vom Wandel der Industriegesellschaft zur Informationsgesellschaft ebenso geprägt sind wie vom neoliberalen Politdiskurs. Der Falter traf Oswald in einem schattigen Grazer Gastgarten zum Gespräch.

Falter: Der heurige steirische herbst ist Ihr letzter. Können Sie schon eine künstlerische Bilanz ziehen?

Peter Oswald: Eine definitive Bilanz wird es für mich erst mit 31. Oktober 2005, zum Abschluss des Festivals, geben. Aber eines kann ich schon vorweg sagen: Ich habe keinen Moment gezweifelt, dass


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige