Ein ordentlicher Haushalt

DONJA NOORMOFIDI | Steiermark Stadtleben | aus FALTER 23/05 vom 08.06.2005

KRIMINALITÄT Zwei Babys in der Kühltruhe, zwei eingemauert im Kübel. Dabei hatte Gertraud A. so ordentlich gewirkt. Notizen aus der Grazer Thalstraße.

Dieses steirische Zweifamilienhaus, es sieht so gewöhnlich und idyllisch aus. Ein Gartenzwerg mit Laterne bewacht das Anwesen, davor stehen sorgsam gepflegte Blumentöpfe, ordentlich auf einem Baumstumpf arrangiert. Auch die 32-jährige Gertraud A., die hier wohnte und in einer Tankstelle arbeitete, wirkte stets ordentlich und gepflegt. Vor ihre Fenster hat sie weiße Vorhänge drapiert, davor blühen rote Balkonblumen. "Der Schein trügt, innen ist das Haus ziemlich verwahrlost", sagt der Kripo-Beamte Andreas Dirnberger.

  Zwei Babys in der Tiefkühltruhe, zwei Babys eingemauert in Plastikkübeln. Auf das kleine Zweifamilienhaus in der Thalstraße blickt jetzt die ganze Welt. Fernsehteams, Zeitungsjournalisten und Radioreporter wollen live vom "Horrorhaus" berichten, wollen wissen, wie so etwas möglich ist, wieso niemand etwas bemerkt

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