Sinn und Unsinn der ÖH

Vorwort | PETER FILZMAIER | aus FALTER 23/05 vom 08.06.2005

UNIVERSITÄTEN Wieder ging nicht einmal jeder Dritte zur Hochschülerschaftswahl. Ist die ÖH noch zu retten? 

Es gibt wenige Wahlgänge, in denen sich Politikforscher auf keine Ergebnisprognosen einlassen. In der jüngsten Vergangenheit waren das die Papstwahl, die Wirtschaftskammerwahl und die ÖH-Wahl. Trotz aller Differenzen - im erstgenannten Fall betrug die Wahlbeteiligung der Kardinäle hundert Prozent, unter den Studierenden sind dreißig Prozent schon ein Erfolg - gibt es überraschend viele Gemeinsamkeiten. Neben einem jeweils behaupteten Demokratiedefizit im Wahlmodus und der Unverständlichkeit beziehungsweise zumindest mangelnden Transparenz des Wahlsystems zählen dazu vor allem Grundsatzdebatten über Sinn und Unsinn der entsprechenden Institution.

Der Stellenwert der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) definiert sich auf drei Ebenen: Erstens hat die ÖH konkrete Serviceleistungen anzubieten. Das Spektrum reicht von günstigen Wohnmöglichkeiten über die Jobvermittlung


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