Im sozialen Schmuseeck

Medien | GABI HORAK und THERESA STEININGER | aus FALTER 23/05 vom 08.06.2005

JOURNALISMUS Handeln Journalistinnen moralischer als ihre männlichen Kollegen? Eine aktuelle Studie legt diesen Schluss nahe. Medienvertreterinnen freuen sich über diesen Befund aber nur sehr bedingt. 

Reißerische Geschichten beeindrucken die Führungsebene, jedoch sind es eher die männlichen als die weiblichen Journalisten, die so punkten: "Ein Mann haut eher einmal zu viel hin und eine Frau lieber einmal zu wenig", sagt Alexandra Khoss, Redakteurin und Betriebsrätin bei tv-media. Im Boulevardjournalismus sei es nicht immer leicht, Integrität zu wahren. Ihrer Erfahrung nach prüfen Journalistinnen Gerüchte eher nach, Journalisten hingegen verkünden sie sofort in der Redaktionskonferenz. Sie persönlich wäge eher als männliche Kollegen ab, ob sie wirklich jede Nachricht an die Öffentlichkeit bringen soll. Erst kürzlich hatte sie bei einer Geschichte über das Privatleben eines Promis ihre Skrupel, und so hielt sie die Story vorerst zurück, um sie dann aus der Feder eines Kollegen


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