FERNSEHEN

Medien | JULIA ORTNER | aus FALTER 23/05 vom 08.06.2005

Traurig, weil sie uns keine gscheite Frauenserie geben, müssen wir uns schon über die bösen Buben freuen. "Desperate Housewives" hat außer dem dämlichen Hype um die Serie und einer wahnsinnig schlechten Teri Hatcher nichts zu bieten, dafür können wir jetzt wieder zuschauen, wie der fiese unglückliche Schönheitschirurg Christian Troy (Julian McMahon) und sein braver unglücklicher Kollegenfreund Sean McNamara (Dylan Walsh) in "Nip/Tuck" an den Reichen und Verstörten Miamis rumschneiden (ATVplus, Do 20.15 Uhr, jeweils zwei Folgen). Spannend, wo überall die Abgründe lauern, im Gegensatz zu den platten Hausfrauen zeigen die Serienmänner auch Charaktertiefe. Die Geschichten rund um detailliert gefilmte Eingriffe in die Schönheit sind herrlich amoralisch bis verstörend - da bekommt Troy Botox in den Penis gespritzt oder die Chirurgen müssen einer Patientin schon mal die Leber für den Organhandel entnehmen, weil ein Krimineller sie erpresst. Aber ehrlich gesagt berauscht Kollegin Weissenberger und mich vor allem eines: die geistlose Schönheit von Julian McMahon.


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