Sellers' Seele, seziert

Kultur | DREHLI ROBNIK | aus FALTER 23/05 vom 08.06.2005

FILM Mit der grellen Biografie "The Life and Death of Peter Sellers" wird ein großer Komiker ins Psychodramatische vertieft. 

Eigentlich, so erfahren wir hier, hätte Peter Sellers auch King Kong spielen sollen: Für "Dr. Strangelove" hatte ihn Stanley Kubrick 1964 nicht nur als US-Präsident, als englischen Offizier und als Titel-Nazidoktor gecastet, sondern auch für die Rolle des Bomberpiloten T.J. "King" Kong vorgesehen (die dann doch an Slim Pickens ging). Das - sowie die Anekdote, Sellers habe Masern und Haxenweh vorgetäuscht, um Kong nicht spielen zu müssen - können wir nun glauben oder nicht. Als Biografie mutet "The Life and Death of Peter Sellers" insgesamt wenig verlässlich an, fallen doch "Lolita", "Der Partyschreck", "Eine Leiche zum Dessert" und andere Seller'sche Highlights der psychodramatischen Straffung zum Opfer.

  Schon klar, es geht hier nicht um Facts und Vollständigkeit, und es ist ja ansonsten eh von allem zu viel da in diesem Film, den "24"-Handwerker Stephen


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