"Ein kurzer Blick ins Herz"

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 23/05 vom 08.06.2005

LITERATUR Am 10. Juni feiert der amerikanische Erzähler James Salter seinen 80. Geburtstag. Dem "Falter" erklärte er, wie wenig und wie lange es braucht, um eine Geschichte zu schreiben, und warum es keinen Irakkrieg gibt. 

Andere Autoren haben sich in diesem Alter längst ins Haus am See zurückgezogen - ohne dass es ihnen jemand verdenken würde. James Salter aber sitzt an diesem wunderschönen Maitag im Gastgarten und genießt in Salzburg die Aussicht auf Schloss Leopoldskron. Salter hat in Frankreich gelebt und früher zahlreiche Reisen nach Europa unternommen; am liebsten mit dem Schiff, denn bizarrerweise leidet der ehemalige Kampfpilot, der in Korea im Einsatz war, in Linienmaschinen unter Flugangst - schließlich gebe es ja auch keinen Fallschirm und keinen Schleudersitz.

  Kurz vor seinem achtzigsten Geburtstag, den er am 10. Juni begeht, hat sich Salter von seinem deutschen Verleger, Arnulf Conradi, noch einmal zu einer Lesereise überreden lassen: "Er ist sehr großzügig


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