"Ich höre keine gute Musik"

Kultur | aus FALTER 23/05 vom 08.06.2005

MUSIK Mit dem Elektroniker Matthew Herbert hat Roísin Murphy ein erstaunliches Album zwischen Ursprünglichkeit und Futurismus aufgenommen. Im Gespräch erklärt die Moloko-Sängerin, warum sie vom aktuellen Pop so gelangweilt ist. 

Viel zu selten lassen Musiker in Interviews die langweilige Maske der Professionalität fallen. Da wird herumgedruckst, dass bisweilen der Eindruck entsteht, es säßen einem angehende Diplomaten gegenüber, keine freigeistigen Künstler. Und alles nur, um ja niemanden zu verschrecken: die immer zögerlicher zugreifende Tonträgerkäuferschaft; die Kollegen, mit denen man gemeinsam im sinkenden Dampfer der großen Musikindustrie sitzt; die Aktionäre der eigenen Plattenfirma.

  Roísin Murphy ist erfrischend anders. "Ich höre keine gute Musik mehr", sagt die irische Sängerin unverblümt, als im Falter-Gespräch die Frage auftaucht, ob sich ihr gewagtes Soloalbum "Ruby Blue" auch als Indiz dafür nehmen ließe, dass im Pop generell wieder mehr Spannendes


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