Pfffffffft!

Stadtleben | THOMAS PRLIC | aus FALTER 23/05 vom 08.06.2005

GRAFFITI Im größten Legalisierungsprojekt seit zehn Jahren lässt die Stadt derzeit neue Graffitiflächen freigeben. Am öffentlichen Umgang mit dem umstrittenen Thema hat sich aber nichts geändert. 

Für Graffiti hatte Sigrid Feldbacher früher nicht allzu viel übrig. Um teures Geld Dosen kaufen, sich die Nächte um die Ohren schlagen und, wenn man sich erwischen lässt, hohe Geldstrafen blechen - "was soll das für einen Sinn haben?", dachte Feldbacher. Heute ist sie Chefin der Wiener Graffitiunion (WGU), die so etwas wie der legale Arm der Graffitiszene ist, und sieht die Sache ein wenig anders. Es gebe einfach Leute, denen es wichtig sei, sich in der Stadt Freiräume zu schaffen. Und wer einmal einen "Tag" - die gesprayte Unterschrift der Writer - an eine Wand gemalt habe, sehe die Welt mit anderen Augen. "Die Wände sind dann nicht mehr nur Wände. Hier könnte ein Tag sein, da ein Bild. Die Stadt sieht plötzlich ganz anders aus."

  Nur ist das farbige Pfffft! auf den Wänden


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