WIEDER AM MARKT

Paradieschen

Stadtleben | aus FALTER 23/05 vom 08.06.2005

Wer jetzt denkt, dass das Radieschen an Banalität wohl nicht zu übertreffen sei, und wer jetzt befürchtet, dass da nun die leidige Bescheidenheitshymne angestimmt werde, dass es ja doch nichts Schöneres gibt, als ein Butterbrot mit Radieschen und Salz (wobei ...), der irrt. Das Radieschen hat was, und zwar nicht zuletzt eine tolle Farbe und reichlich Senföle, die für die frische Schärfe sorgen. Die allerdings verschwindet, wenn man "Radieschen, polnische Art" macht, sie in Scheiben schneidet, mit Zwiebeln brät und nach Belieben Eier drüberschlägt. Die unvergleichliche Sohyi Kim schichtet gestiftelte Radieschen zwischen die Lagen ihres mit Sesamöl und Sojasauce marinierten Tuna-Tatars (Koriander und Minze dazu) und baut auf diese Weise kleine Türme der erfrischenden Köstlichkeit.

Radieschen, derzeit am Markt.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige