Neuer Wolf, alter Kurs?

Vorwort | KURT BAYER | aus FALTER 24/05 vom 15.06.2005

KOMMENTAR Der neue Weltbankchef Paul Wolfowitz sollte die Entwicklungspolitik seines Vorgängers fortsetzen - und verbessern. 

Stimmt der Vorwurf, dass die Aktivitäten der Weltbank den Armen mehr schaden als nützen? Dass die Weltbank als Teil der "neoliberalen Verschwörung" die Ausbeutung der Entwicklungsländer im Interesse des Großkapitals unterstützt? Dass sie zur weiteren Verarmung der Welt beiträgt?

  Dazu einige Überlegungen und Wünsche anlässlich des Amtsantritts des neuen Weltbankpräsidenten Paul Wolfowitz: Die Weltbankgruppe gibt pro Jahr etwa 22 Milliarden Dollar für Entwicklungszwecke aus, das ist weniger als ein Prozent des gesamten Investitionsbedarfs der Entwicklungsländer. Als Summe erscheint der Betrag gering, er wird jedoch vielfach durch die Türöffnerfunktion der Weltbank verstärkt - durch ihre unbestrittene Dominanz in Fragen der Entwicklungsökonomie, dank derer sie mit ihren knapp 10.000 Angestellten die Politik vieler armer Länder mitbestimmt. Allerdings


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