MEDIENSPLITTER

Medien | aus FALTER 24/05 vom 15.06.2005

SZ-Popanthologie Nach der Bibliothek und der derzeit noch laufenden Cinemathek startet die Süddeutsche in Kooperation mit ihrem österreichischen Partner Standard dieser Tage eine weitere fünfzigteilige Edition, die "Diskothek". Von 1955 bis 2004 wird die Geschichte des Pop auf jeweils zwanzig Songs pro Jahr eingedampft; die CDs liegen schmalen Hardcover-Bänden mit Essays, Interviews, Fotostrecken und ausführlichen Texten zur ausgewählten Musik bei. Neben der Redaktion des Süddeutsche-Magazins finden sich auch renommierte Musikjournalisten unter den Autoren; die kenntnisreiche Zusammenstellung der Songs setzt weniger auf die ganz großen Hits als vielmehr auf eine spannende Kombination aus bekannten Künstlern und umsichtigen Expertentipps. Im Abo kommt ein Band auf sieben, im Einzelkauf 9,90 Euro.

Mythen der Ökonomie Bei öffentlichen Debatten über Wirtschaftsfragen wird gerne zu Totschlagargumenten gegriffen: "Private Altersvorsorge ist sicherer als die staatliche Pension", heißt es dann. Oder: "Eine starke Währung ist gut." Auch beliebt: "Die Arbeitslosigkeit entsteht durch zu wenig Flexibilität am Arbeitsmarkt." Ein Klassiker: "Small is beautiful!" Der Wiener Ökonomenzirkel "Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen", kurz "Beigewum", hinterfragt dreißig dieser Mythen nun in einem neuen Buch, das als "Anleitung zur geistigen Selbstverteidigung in Wirtschaftsfragen" dienen soll. Damit lässt sich künftig jede Diskussion am linken Stammtisch gewinnen.

Beigewum (Hg.): Mythen der Ökonomie. Anleitung zur geistigen Selbstverteidigung in Wirtschaftsfragen. Hamburg 2005 (VSA). 168 S., O 13,80


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