FERNSEHEN

Medien | JULIA ORTNER | aus FALTER 24/05 vom 15.06.2005

Wahnsinn, jetzt wollen sie Harald Schmidt killen. Irgendwelche Medienwissenschaftler und Schmidts alte Feuilletonfreunde fallen über den König des gepflegten Late-Nite-Talks her - der habe sinkende Quoten, gebe sich keine Mühe mehr, seiner ARD-Sendung ist der "Ritualcharakter verloren gegangen". Und einer traut sich besonders, Schmidt anzuspucken: Showopa Rudi Carrell, erklärt Schmidts "Masche" für over und rät ihm, am besten gleich abzutreten. Derselbe Profi, der gerade seine üble RTL-Sendung "7 Tage - 7 Köpfe" in den Sand gesetzt hat. "So ein Mann, der allein nur schwafelt, auf so einen wartet doch keiner mehr", so Carrell über Schmidt. Na fein, aber immerhin schwafelt Schmidt noch immer witziger und gescheiter als all die Dumpfbacken, die das Fernsehen so bietet. Und er wurde schon mal totgesagt, damals in seinen Late-Nite-Anfängen bei RTL. Carrell hat andererseits schon einmal mit seinen Weissagungen Recht behalten: Er hatte der armen Anke Engelke als Nachfolgerin Schmidts das rasche Aus prophezeit und 10.000 Euro auf ihr Scheitern gewettet.


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