Kommentar

Schillerplatz: Schluss mit lustig!

Kultur | matthias dusini | aus FALTER 24/05 vom 15.06.2005

So wie Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder ist auch Stephan Schmidt-Wulffen, Rektor der Akademie der bildenden Künste, ein Mann der neuen Zeit. Im Deutsch der Betriebswirtschaftslehre spricht er davon, "den Geschäftspartnern Kostenalternativen aufzuzeigen", und von "Synergieeffekten" durch die Auslagerung des Kupferstichkabinetts in die Albertina (siehe Artikel auf Seite 66). Beide möchten jene wirtschaftlichen Möglichkeiten nutzen, die sich durch die Ausgliederungen der Universitäten (auch die Akademie ist eine solche) und Museen aus staatlicher Verwaltung ergeben haben.

Schröder steckt Überschüsse aus der Rubens-Ausstellung in den Ausbau des neuen Tiefspeichers, Schmidt-Wulffen möchte neue Lehrgänge mit zeitgeistigen Namen einführen und sie durch Einsparungen finanzieren. Ein Fach wird Critical Studies heißen, die Studienrichtung Szenografie wird die Bühnenbildklasse ablösen. Man wird dann wohl nicht nur das Bauen von Bühnenkulissen, sondern auch das Entwerfen von


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