WELT IM ZITAT

Kultur | aus FALTER 24/05 vom 15.06.2005

Liebe geht durch die Niere

Staatstragend, weltmännisch, souverän, wie man es gewohnt war, klingt das noch nicht, knapp eine Stunde nach der Entlassung aus der Klinik. Sondern ungewohnt leise und rau. Geschwächt sei er und "immer noch knieweich", sagt Franz Vranitzky, 67, der einmal Österreichs Kanzler war.

Und vielleicht auch etwas sauer, weil eine Stunde nach der Entlassung aus dem Krankenhaus schon News am Telefon ist. Senta Ziegler sprach mit dem Altkanzler ...

... den jetzt die ganze Welt bewundert, weil er einen der größten Liebesbeweise erbracht hat, den ein Mann seiner Frau zukommen lassen kann. Eines der generösesten Geschenke, die sich ausdenken lassen. Das mit Geld nicht zu beziffernde Pfand einer großen Liebe, die dazu führt, dass einer zum Teil des anderen wird. Manchmal auch in ungeahntem Wortsinn. Franz und Christine Vranitzky haben zu Zeiten, da Ehen oft keine drei Jahre überstehen, Maßstäbe gesetzt: Sie war krank, er hat ihr eine Niere gespendet.

Pontifex Maxi

Endlich eine Maxi mit vier Liedern des verstorbenen Papstes Johannes Paul II., eine Erinnerung an sein menschenfreundliches Wirken und seine erfolgreichen Reisen. (...) Gekrönt wird die Veröffentlichung von Klingeltönen (Realtones) mit der Stimme des Papstes für alle gängigen Handymodelle.

Pressetext zur Maxi-CD "Der Papst singt".

Katastrophenwarnung der Woche

Auf Österreich rollt eine Demenz-Welle zu.

Quelle: orf.on

John der Woche

Wäre es nicht eine zu makabre Vorstellung, man müsste meinen, der geniale Schauspieler Geoffrey Rush wäre buchstäblich in die Haut des genialen Komikers Peter Sellers geschlüpft. In seine Motorik auch. In seine Gehirnwindungen. In seine Psychopathie. Der Begriff Hommage, in diesem Fall ausgefüllt bis fast zur effektiven Wiedergeburt.

Rudolf John über "The Life and Death of Peter Sellers".


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