"Interessant, du, faktisch"

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 24/05 vom 15.06.2005

SZENE WIEN Edek Bartz ist und war Musiker, DJ, Konzertveranstalter, Kunsthallenleiter, Kurator, Organisator, Hochschullehrer und vieles mehr. Nun tritt der Mann, der vier Jahrzehnte der Wiener Kulturgeschichte erlebt und gestaltet hat, für eine Stunde wieder als Sänger auf. Porträt eines Phänomens. 

Es ist ziemlich leicht, Edek Bartz über den Weg zu laufen. Vorausgesetzt, man geht im ersten, allenfalls im zweiten Bezirk seiner Wege. Die Grenzen der Inneren Stadt überschreitet Bartz nämlich nur ungern. Wozu auch? Das Gartenbaukino oder das Konzerthaus, ein ganzes Schüppel Museen und Galerien, von Kaffee- und Wirtshäusern ganz zu schweigen, liegen in Gehdistanz von seiner Wohnung am Fleischmarkt. Dabei ist Bartz alles andere als ein Freund selbstgenügsamer Grätzelromantik, ganz im Gegenteil. Über Menschen, deren kultureller Horizont gerade mal bis zur Stadtgrenze reicht, hat der ansonsten erfrischend unzynische Bartz nur Spott und Hohn übrig: "Wiener Grabler" nennt er verächtlich


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige