Tod und Terror

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 24/05 vom 15.06.2005

SACHBUCH Beethovens "Neunte" und Schostakowitschs "Vierzehnte": lesenswerte Annäherung an zwei Monumente der Musikgeschichte. 

Wer weiß, ob es in 181 Jahren noch eine Europäische Union geben wird? Ihre Hymne jedenfalls ist im vergangenen Mai eben so alt geworden und dürfte auch die nächsten zwei Jahrhunderte unbeschadet überstehen. Mit dem Finalsatz seiner Neunten Sinfonie, genauer: mit dem Chor auf Friedrich Schillers Ode "An die Freude" ist Beethoven 1824 ein musikalischer Welterfolg gelungen, der diesen Namen tatsächlich verdient. "Freude, schöner Götterfunken" - das ist und bleibt wohl auch die bekannteste klassische Komposition der Menschheit.

  Dabei ist Beethovens Opus 125 weit mehr als nur sein Schlusschor, und doch steht dieser Teil im Zentrum des Interesses auch von Dieter Hildebrandt. Der Musikschriftsteller (nicht identisch mit dem Kabarettisten) hat sich unter dem schlichten Titel "Die Neunte" der breiten und vielschichtigen Rezeptionsgeschichte des Werks angenommen


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