Gotham Psycho

Kultur | DREHLI ROBNIK | aus FALTER 24/05 vom 15.06.2005

FILM Zurück an den Start: In "Batman Begins" inszeniert "Memento"-Regisseur Christopher Nolan den Superhelden als traumatisierten Rächer. 

Jetzt ist er also wieder düster, der Batman, ganz depressiver Fledermausfürst. Der Neubeginn im Zeichen der Finsternis, den manche Kritiker der jüngsten Adaption des alten Comics als Verdienst anrechnen, war letztlich nur die einzige Möglichkeit, das Superheldenfranchise wieder zu beleben. Hätte der Film denn an die 1995 und 1998 in aller Grellheit gefloppten Batman-Gaudivehikel mit Jim Carrey und Arnold Schwarzenegger anknüpfen sollen, womöglich unter dem Titel "Batman 5"? Nach den fröhlich-dekonstruktiven Nineties herrscht nunmehr ein Regime der Selbstzüchtigung unter Schmerzen; heutige Superhelden definieren sich in Dauerumarmung ihrer traumatischen Herkunft. Ergo heißt es zurück an den Start, und der liegt vor Teil 1. Bei "Batman Begins" führt Christopher Nolan Regie, seit "Memento" und "Insomnia" versiert im Neo-noir-Styling versetzter

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