Dürers Locke übersiedelt

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 24/05 vom 15.06.2005

KUNST Das Kupferstichkabinett der Akademie der bildenden Künste soll in die Albertina ausgelagert werden. Eine Reise von der alten Welt der Kameralistik in die neue Zeit der Betriebswirtschaft. 

Albrecht Dürer (1471-1528) war ein eitler Mann. Seine vielen Selbstporträts zeigen einen von sich und seinen malerischen Fähigkeiten überzeugten Charakterkopf mit langem, gewelltem Haar. Doch nicht nur auf den Bildern bediente sich der deutsche Maler künstlicher Mittel. Im Kupferstichkabinett der Akademie der bildenden Künste wird in einer Lederschatulle eine Haarlocke Dürers aufbewahrt, deren Echtheit durch ein Provenienzblatt belegt ist, das bis zu seinem bekannten Schüler Hans Baldung Grien in das Jahr 1550 zurückreicht. Monika Knofler, die Leiterin des Kupferstichkabinetts, hat das einzigartige Stück rasch bei der Hand. Ein Kamerateam der BBC war gerade da, um die Haare für ein Porträt des Renaissancemalers zu filmen. "Sie sind gefärbt", behauptet Knofler und verlässt sich dabei


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