SPIELPLAN

Kultur | PETER FUCHS | aus FALTER 24/05 vom 15.06.2005

Tatort Spielplatz, Mütter gegen Söhne. Sind Mamis dafür verantwortlich, dass ihre Söhnchen zu gewaltbereiten Machos werden? Franz Wittenbrinks "Mütter" sucht die Antwort und ist ein Singspiel im Sandkasten. Lied reiht sich an Lied, eine Herausforderung für die Regie. Die Abfolge der Songs - von Peter Alexander bis Lenny Kravitz - entwickelt allein kaum Charaktere oder Handlung. Darüber hinaus aber werden im Metropol (bis 8.7.) bloß hyperaktiv Sandburgen zertrampelt und Vorurteile von überforderten Muttertieren bemüht. Trotzdem ist die Nummernrevue amüsant: jeder Song lustig für sich, vom Ensemble charmant bis großartig interpretiert. Hanno Pöschls "Schni-Schna-Schnappi" in Zeitlupe, Serge Falck mit kurzen Hosen und schmachtenden Chansons oder Christa Schwertsik, die TicTacToes "Ich find dich Scheiße!" in einer Belcanto-Version gibt. Den Lokalaugenschein am Schlachtfeld Spielplatz nehmen wir aber lieber in Frau Knechts Falter-Kolumne vor.

  Bei Samuel Beckett stirbt die Mami


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