Mahler mordet Morricone

THOMAS GELDMACHER | Steiermark Kultur | aus FALTER 24/05 vom 15.06.2005

MUSIK Das Konzept der Improvisationscombo Thalija ist nicht wahnsinnig neu. Aber geil. 

Das Schöne ist, dass ich einfach einmal einen Gig auslassen kann, wenn ich grade keine Lust habe oder wenn mir der Weg zu weit ist", sagt der eine Gitarrist. In der Tat macht es live wenig Unterschied, ob jetzt sieben oder acht junge Männer bei Thalija die Gitarren bedienen - immerhin gibt es noch drei Bassisten, zwei Drummer, einen Keyboarder und eine Vokalistin, die im Notfall Soundlöcher stopfen.

  Die Band, die eigentlich keine sein wollte, ist jetzt - nach demokratischem Mehrheitsvotum - zwar doch eine, aber es herrscht keine Anwesenheitspflicht. "Wenn wir auf die Bühne gehen, wissen wir nicht, was passieren wird. Wir stellen uns im Kreis auf und spielen einfach", erläutert der andere Gitarrist die einleuchtend simple Vorgangsweise der Band. Dieser Gestus der Improvisation, der Verzicht auf jegliches Songwriting hat handfeste Vorteile. Vor allem erspart man sich die aufreibende Arbeit im

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