ATOMSTROM

Der Lohn der Angst

Politik | aus FALTER 25/05 vom 22.06.2005

Vor wenigen Wochen hat wieder ein Störfall in der Wiederaufbereitungsanlage für abgebrannte Brennstäbe im britischen Sellafield die Verschleißgefahr alter Atomanlagen vor Augen geführt: 83.000 Liter kontaminierter Flüssigkeit waren durch ein Leck ausgeronnen. Zuvor waren dreißig Kilo Plutonium verloren gegangen. Das Risiko hindert die Atomindustrie nicht daran, neue Kernreaktoren in Europa zu planen. In Österreichs Nachbarstaaten hängen noch zahlreiche Atommeiler am Netz: In einem Umkreis von 200 Kilometern sind zwölf Kernkraftwerke in Betrieb. Hier die vier unsichersten:

- In Mohovce in der Slowakei arbeiten zwei WWER-440-Reaktoren ohne Schutzhülle. Ein Ausbau der Anlage ist geplant: Sie soll um die Blöcke drei und vier erweitert werden. Technische Schwachstellen gibt es auch deshalb, weil es bei dem AKW nach dem Ende des Kommunismus zu einem vierjährigen Baustopp gekommen war. Währenddessen erfolgte keine ordnungsgemäße Konservierung; wichtige Maschinenteile sind daher


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