Reisen war mal gefährlich

Es ist frisch im Sommer an der schwedischen Küste. Die menschlichen Beziehungen sind ungemütlichen Temperaturschwankungen unterworfen. Kristian ist in sein Elternhaus am Meer zurückgekehrt, um auf seine Halbschwester Kaj aufzupassen, während Mutter und Bruder Urlaub in Florida machen. Seit je verbindet Kristian und Kaj eine Zuneigung von bedrohlicher Ausschließlichkeit. So wie den beiden fällt es auch den anderen Figuren in "Polarsommer" schwer, die richtige Balance aus Nähe und Distanz zu finden.

Kultur | aus FALTER 25/05 vom 22.06.2005

BÜCHER FÜR DEN URLAUB Man muss nicht unbedingt nach Süden reisen und vom Süden lesen: Auch der hohe Norden und der wilde Osten lohnen die wohlwollende Annäherung. Der "Falter" gibt Empfehlungen für das sommerliche Reisen im Kopf.

Was weiß man schon von Island? Es gibt dort Geysire, viel Landschaft, weniger Bevölkerung, darunter immerhin eine der bemerkenswertesten Sängerinnen unserer Zeit. Und es gibt aktuell eine Reihe ins Deutsche übersetzter Romane, die die Isländer als äußerst pfiffige Literaten ausweisen.

  Allen voran steht Hallgrímur Helgason. Gar nicht bescheiden, wendet er sich in seinem jüngsten Roman "Vom zweifelhaften Vergnügen, tot zu sein" einem Säulenheiligen seines Landes zu. Die Hauptrolle in dem ebenso ambitionierten wie voluminösen Roman spielt der isländische Literaturnobelpreisträger Halldor Laxness (1902-1998), der sich bei Helgason als alter Mann eines Tages in einer ihm zunächst völlig unbekannt vorkommenden Landschaft wiederfindet. Er kann


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