KRIMIS

Kommissar Falco ermittelt

Kultur | Martin Lhotzky | aus FALTER 25/05 vom 22.06.2005

Ganz weit weg. Marcus Didius Falco findet beim Renovieren "Eine Leiche im Badehaus", und seine Schwester wird mit dem Tode bedroht. Wie günstig, dass ihn Kaiser Vespasian gerade eben nach Britannien befohlen hat, wo Falco - unterwegs mit Familie und Zahnweh - ebenfalls auf einen Toten stößt - und zwar nicht den letzten.

  Lindsey Davis, Oxfordabsolventin auf Abwegen, hat mit M. Didius Falco (erster Fall: "Silberschweine", 1989/1993) die Figur eines hard-boiled detective in der Antike geschaffen - eine Kombination, die erstaunlich gut aufgeht; allenfalls die flapsige Sprache verwundert ein wenig. Diesmal baut Davis den Fall sogar rund um eine echte archäologische Fundstätte nahe Fishbourne, Sussex, auf und hat wenig Schmeichelhaftes über Architekten zu sagen. Auch deshalb eine Empfehlung.

  Weniger weit weg führt Petra Oelkers sechster historischer Krimi - ins Hamburg des 18. Jahrhunderts. 1771 war ein Katastrophenjahr: das Wetter, die Hochwassergefahr und dann auch noch die Häufung


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