Woody gegen Allen

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 25/05 vom 22.06.2005

FILM In seinem neuen Film "Melinda and Melinda" widmet sich Woody Allen einem alten Thema: Ist das Leben eine Komödie oder eine Tragödie? 

Die Geschichte beginnt entweder so: ein Apartment in Manhattan. Das Ehepaar Lee und Laurel hat einen Produzenten zum Abendessen geladen, von dem sich der der erfolglose Schauspieler Lee eine Rolle in einem Theaterstück erhofft. Da steht auf einmal Laurels alte Schulfreundin Melinda in der Tür. Sie macht einen zerrütteten Eindruck, hat eine dramatische Scheidung und einen Selbstmordversuch hinter sich. Es ist eine Tragödie.

  Oder so: ein Apartment in Manhattan. Das Ehepaar Susan und Hobie hat einen Immobilienhändler zum Abendessen eingeladen, von dem sich die erfolglose Independent-Regisseurin Susan finanzielle Unterstützung für ihr neues Filmprojekt ("Die Kastrationssonate") erhofft. Da steht auf einmal die neue Nachbarin Melinda in der Tür. Sie hat eine Scheidung hinter sich (ihr Mann hatte sie mit der "stellvertretenden Miss World" betrogen)


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