Besser mit Tieren

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 25/05 vom 22.06.2005

FILM Emir Kusturicas neuer Film "Das Leben ist ein Wunder" bleibt den Beweis für die Behauptung seines Titels schuldig. 

Schauplatz des Films ist ein Bahnwärterhäuschen in den Bergen, unweit der serbisch-bosnischen Grenze. Luka, ein Ingenieur aus Belgrad, wird mit der Aufgabe betraut, die bislang ungenutzte Nebenstrecke zwecks Ankurbelung des Tourismus fertig auszubauen. Da bricht eines Tages plötzlich der Krieg aus; die Peripherie rückt ins Zentrum, und die Idylle findet unter Bomben und Granaten ein jähes Ende.

  So weit die Ausgangssituation von "Das Leben ist ein Wunder", einem Film, der zwar nach Frank Capra klingt ("It's a Wonderful Life"), aber leider doch nur von Emir Kusturica ist. Denn abgesehen von diesem Set, der zu gleichen Teilen als konkreter Ort wie als Metapher dient, beschränkt sich der Drehbuchautor und Regisseur völlig auf jenen leer rotierenden Souvlaki-Vitalismus, den er seit Mitte der Neunzigerjahre zu seinem Markenzeichen gemacht hat.

  Luka hat eine Frau


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