Doppelt sehen

Stadtleben | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 25/05 vom 22.06.2005

AUSSTELLUNG Das WestLicht zeigt noch bis Ende Juli historische Stereofotografien im "Kaiserpanorama". 

Künstlerisch prachtkolorierte Stereofotografien preist die Firma Foto Wachtl aus Wien-Neubau in ihrem Katalog von 1893 an, das dazu passende Kaiserpanorama ebenfalls - als Attraktion für Badeorte und Metropolen. Bei der fotografischen Sensation, die 1851 auf der Weltausstellung in London erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde, gibt es für jedes Auge ein Bild - das erweckt beim Betrachter die Illusion räumlichen Sehens. August Fuhrmann erfand im Jahr 1883 das Panorama, ein rotundenartiges Betrachtungsgerät, das viele Stereofotografien mechanisch an den Augen des Publikums vorbeiziehen lässt. Je nach Größe der Anlage können bis zu 25 Zuschauer so Bilder aus aller Welt, Landschaften, fremde Kulturen oder auch Dokumente aktueller Begebenheiten an sich vorüberziehen lassen. Bis 1910 gab es in Europa um die 250 Panoramen, die Zentrale des Unternehmens war in Berlin und versorgte


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