"Was ist Freiheit?"

Steiermark Kultur | JOHANNES FRANKFURTER | aus FALTER 25/05 vom 22.06.2005

OPER Mit Bizets Oper "Carmen" bei der styriarte erarbeitet Andrea Breth ihre dritte Musiktheaterinszenierung. Ein Gespräch über ihre Liebe zum "Kosmos der Oper". 

Nach Glucks "Orfeo" 2000 in Leipzig und Smetanas "Verkaufter Braut" 2003 in Stuttgart setzt sich die Regisseurin Andrea Breth nun im Rahmen der styriarte neuerlich mit dem "Gesamtkunstwerk" Oper auseinander. Andrea Breth sprach während der Proben mit dem Falter über genrebedingte Probleme und ihre Version der "Carmen".

Falter: Schlagwort Carmen als Inbegriff der Sinnlichkeit: All diese Inszenierungen der Carmen als Supervamp des 19. Jahrhunderts durch die Männer - wie sehen Sie als Frau diese Figur?

Andrea Breth: Ich sehe Carmen nicht isoliert. Ich kann einen Menschen immer nur betrachten und definieren in den Konstellationen, in denen er sich befindet. Die Welt der Carmen ergibt sich aus der Begegnung mit Don José - einem Menschen, der sich vollkommen anders als sie verhält. Sie ist eine anarchistische, eine in gewisser

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