Nicht staunen. Lachen!

Vorwort | ARMIN THURNHER | aus FALTER 26/05 vom 29.06.2005

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Die Fälle Haider und Grasser sind Skandale. Vor allem aber sind sie politisches Entertainment. 

Ich bin froh. Ich kann noch staunen. Nämlich immer wieder darüber, wie die österreichische Öffentlichkeit funktioniert. Jörg Haider, so lernen wir nun, ist ein Spesenritter. Überraschung! Verdienstvolle Recherchen des Nachrichtenmagazins profil untermauern mit Zahlen, die aus parteiinternen Untersuchungen stammen, was jeder seit Jahren weiß. Der Kerl hat eine Zeit lang fünf Millionen Schilling im Jahr verbraten, ist Porsche gefahren, hat halb Österreich zu Partys geladen und sich in wechselndes buntes Gewams geworfen. Alles nur im Dienste der Partei, die sich nun undankbar zeigt und alles ausplaudert, weil er ihr davongelaufen ist. Ja, ohne ihn ist die Partei nichts, deshalb hat sie alles bezahlt!

Weit mehr als diese verblüffenden Erkenntnisse verblüfft mich, wie gesagt, die Art, in der sie diskutiert werden. Das weiß man doch längst alles! Herr Haider


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