Glasnost am Nil?

Vorwort | BERND DÖRLER | aus FALTER 26/05 vom 29.06.2005

KOMMENTAR US-Präsident Bush will mehr Demokratie für den Nahen Osten. Die arabischen Untertanen auch. Nur nicht mit ihm. 

Wir erinnern uns: Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 rief US-Präsident George Walker Bush zum "globalen Kampf gegen den internationalen Terror" auf. Erste Station war Afghanistan. Vier Jahre später sind die Steinzeit-Islamisten der Taliban noch immer nicht besiegt. Sie entführen westliche Helfer und töten amerikanische Soldaten. In Kabul herrscht ein Präsident von Amerikas Gnaden, der sich in sein Kabinett Drogenbarone und Kriegsverbrecher geholt hat. Unter den Augen der hilflosen Nato-Truppen blühen die Opiumfelder und der Export von Rauschgift nach Europa.

  Nächste Station: Einmarsch im Irak. Der Despot ist besiegt, seine Massenvernichtungswaffen gab es nicht. Im befreiten Land herrschen immer noch Chaos und Anarchie. Jederzeit kann ein Bürgerkrieg ausbrechen. Die US-Armee spricht von siebzig Bombenanschlägen. Pro Tag. Hohe Pentagon-Offiziere


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