WIENZEUG

Politik | aus FALTER 26/05 vom 29.06.2005

Kurdenmord Der Tote, der vor einigen Tagen am Wienerberg gefunden wurde, ist Hasan Özen, ein kurdischer Flüchtling und Mitglied der PKK. Die kurdische Gemeinde Wien fürchtet nun, dass Özen aus politischen Gründen umgebracht wurde. Die Gerüchteküche brodelt: Die einen sprechen von Streitereien innerhalb der PKK, die anderen von neuen Kämpfen zwischen Kurden und Türken und einer türkischen Abschussliste, auf der Özen als PKK-Aktivist gestanden haben soll.

Gegen Schubhaft Nachdem sich auch die SPÖ an den Kurs der Regierung und ihr Asylpaket annähert (siehe Hero der Woche), findet die Flüchtlingsorganisation der UN klare Worte: "Wer Schubhaft vermeiden will, soll es ins Gesetz schreiben." Innenministerin Liese Prokop wird vom UNHCR eindringlich gebeten, ihre Position zur Schubhaft noch einmal zu überdenken. Sonst hätten Jugendliche keine Möglichkeit, sich gegen Haft zu wehren.

Frisch gestrichen Um 80.000 Euro hat die Stadt Wien den Flakturm im Esterhazypark neu beschriften lassen. Der amerikanische Konzeptkünstler Lawrence Weiner hatte 1991 den Schriftzug "Smashed to pieces (In the Still of the Night)" 1991 für das Überbleibsel aus dem Zweiten Weltkrieg entworfen. Der Spruch und seine deutsche Übersetzung sind in den vergangenen Jahren verblasst. Jetzt mahnt er die Wiener wieder deutlich sichtbar.

Bolivianische NGO in Wien Seit zehn Jahren setzt sich die bolivianische NGO IDH Bolivia für AIDS-Prävention ein. Zwei Vertreter waren vergangene Woche in Wien. "Bolivien steht heute dort, wo Afrika vor 15 Jahren war", sagte Direktor Edgar Valdéz bei einer Info-Veranstaltung im Grünen Haus. Schätzungen zufolge gibt es 12.000 HIV-infizierte Menschen in Bolivien.


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