PRESSESCHAU

Medien | NINA HORACZEK | aus FALTER 26/05 vom 29.06.2005

Die Sonntagsfrage gehört zum Ödesten, was Medien zu bieten haben. Wen interessiert, wer gerade Kanzler werden würde, wenn Wahlen wären, die aber eh nicht sind? Da hat sich News etwas Besseres überlegt und die faden Politikerrankings ein bisschen aufgepeppt. Und siehe da - jetzt gibt's die Fragen, die wirklich wichtig sind: "Welchem Politiker würden Sie Ihr Leben anvertrauen?" Nein, es ist nicht die Gesundheitsministerin. Und auch Karl-Heinz Grasser schneidet bei der Frage "Welchem Politiker würden Sie Ihr Geld anvertrauen?" mit 13 Prozent nicht besonders gut ab. Jörg Haider wiederum wird sich kränken, weil ihn nur 13 Prozent für moralisch halten. Dafür will die Hälfte der Österreicher einen Abend mit Bundespräsident Heinz Fischer verbringen und immerhin 28 Prozent würden ihm nicht nur ihr Geld, sondern auch ihr Leben anvertrauen. Bei so spannenden Fragen kann man nur hoffen, dass News die Fortsetzung nicht vergisst. Denn wer will nicht wissen, mit welchem Politiker die Österreicher ihren Hund Gassi schicken würden und wem sie ihre Schwiegermutter an den Hals wünschen.


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