Kommentar

Akademie-Streit: Dann geh doch rüber!

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 26/05 vom 29.06.2005

13 zu sechs gegen den Rektor Stephan Schmidt-Wulffen. In dem aus Professoren, Studierenden und Mittelbauvertretern bestehenden Senat der Akademie der bildenden Künste wurde am vergangenen Donnerstag über einen Antrag abgestimmt, in dem es um die Abberufung des Rektors ging. Warum es zu diesem breiten Misstrauensvotum kam, dürfte der aus Deutschland stammende Schmidt-Wulffen auch ohne die Lektüre der Tageszeitungen gewusst haben. Er hatte einen mit großer Mehrheit vom Senat abgelehnten, neuen Entwicklungsplan durchgedrückt; der wie ein Aufsichtsrat agierende Unirat gab ihm die dafür nötige Mehrheit.

Seine Umsiedelungspläne stoßen auf Widerstand. Er will den Akademiehof an die Redaktion einer Tageszeitung vermieten, das Semperdepot gegen die alte Heller-Fabrik eintauschen, das Kupferstichkabinett in die Albertina auslagern. Vor allem aber schuf Schmidt-Wulffen das Lehramtsfach Textiles Gestalten ab, das Österreichs Schulen mit jungen Werklehrern und Werklehrerinnen versorgt.

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