Moped ohne Motor

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 26/05 vom 29.06.2005

FILM Pawel Pawlikowskis "My Summer of Love" spricht über England, ohne direkt über England zu sprechen. Mit dem "Falter" sprach der polnisch-englische Regisseur über den britischen Realismus und kulturell definierte Klassenunterschiede. 

Es ist ein Tag fast wie jeder andere, an dem Mona und Tamsin einander zum ersten Mal begegnen. Mona liegt im Gras, ihr rotes Moped neben der Landstraße. Sie muss verschnaufen und döst ein. Als sie blinzelnd die Lider wieder aufschlägt, blickt sie direkt ins Auge eines Pferdes, und Tamsin steht hoch zu Ross vor ihr.

  Der ganze Film, angefangen bei seinem Titel, hat etwas leicht Schwärmerisches, Sehnsüchtiges, die Qualität eines Traums. "My Summer of Love" ist die Geschichte zweier 16-jähriger Mädchen, die sich ineinander verlieben, den Körper und die Welt der jeweils anderen kennen lernen. Die beiden könnten unterschiedlicher kaum sein. Mona stammt aus einfachen Verhältnissen, sie lebt mit ihrem älteren Bruder in einem aufgelassenen Pub


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