Krank im Hirn

DREHLI ROBNIK | Kultur | aus FALTER 26/05 vom 29.06.2005

FILM Welt beherrschen, Haut verpflanzen, Menschen schrumpfen: Das Kino unter Sternen führt ins Jobprofil wahnsinniger Wissenschaftler ein. 

Heute, da selbst Stadtzeitungen sich oft ein Wissenschaftsmagazin beilegen, ist der Wissenschaftler ein in der Coolness des Lebens stehender, schicker Erfolgstypus. Früher hingegen, da waren - wenn man der Pop- und Kinokultur glauben darf, und das muss man wohl - Wissenschaftler Männer einer kühlen Rationalität; sie trugen Arbeitsmäntel und waren funktionsgemäß fad. Oder sie trugen bizarre Frisuren, z.B. Glatzen, und waren wahnsinnig. Zweiterem Typus widmet das Kino unter Sternen sein Special "Mad Brains".

  Unter den renommierten Mad Scientists des Kinos finden sich etwa jene Experimentalbiologen, die seit den Fifties den Sonderforschungsbereich zur Vergrößerung handelsüblicher Insekten im Maßstab 1:3000 bearbeiten. Zu den Kernkompetenzen der Mad Science zählen aber auch die Verkleinerung von Menschen auf Solettigröße - in Tod Brownings

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