Nur Fleisch und Knochen

Kultur | WOJCIECH CZAJA | aus FALTER 26/05 vom 29.06.2005

ARCHITEKTUR In "System Wien" erklärt der amerikanische Theoretiker Lebbeus Woods die Stadt zum Krisengebiet. Keine Krise ist nämlich auch eine Krise. 

Ob Wien nun eine tolle Stadt ist oder nicht, daran scheiden sich die Geister und Generationen. Die einen würden die Innenstadt am liebsten in Aspik einlegen, was ihnen letztlich ja auch gelungen ist - die glibbernde, unsichtbare Masse nennt sich nun Weltkulturerbe. Die anderen wiederum klagen, dass nix los ist. So einer ist beispielsweise Lebbeus Woods, US-amerikanischer Architekt, vor allem aber Architekturtheoretiker, der in der Mak-Ausstellung "System Wien" nun Ideen für ein zukünftiges Wien vorstellt.

  Der 65-jährige Woods (siehe auch unten stehendes Interview) hat früher bei Eero Saarinen - bekannt u.a. für sein TWA-Terminal am JFK-Airport in New York City - gearbeitet, baut aber seit Jahrzehnten nichts mehr; stattdessen feilt er an theoretischen Konstrukten und Gebilden herum, um die Menschheit ihrer Schwere und Sorgen zu


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