ÖSTERREICH-PAVILLON

Hoch hinaus

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 26/05 vom 29.06.2005

Der 35-jährige Kärntner Hans Schabus gestaltete heuer den österreichischen Pavillon in den Giardini. Seine monumentale Arbeit heißt "Das letzte Land" und bringt das 1934 von Josef Hoffmann errichtete Gebäude fast zum Verschwinden, nur einige Ecken ragen unter einem stilisierten, mit Dachpappe überzogenen Berg hervor, der allerdings weniger wie ein Berg, sondern wie der verbogene Flügel eines Tarnkappenbombers oder der Fels in einem Zoobecken für Eisbären ausschaut. Der Alpenblick wird auch durch den dichten Baumbewuchs gestört. Doch so naturalistisch war die Konstruktion gar nicht gemeint, vielmehr soll in den Ecken und Kanten des Mini-Großglockners die kristalline Struktur von Karl Schwanzers geodätischer Kuppel auf der Expo 1967 in Montreal in Erinnerung gerufen werden. Oder das Panorama der Großglockner-Alpenstraße in dem vom Hoffmann-Schüler Oswald Haerdtl gestalteten Pavillon der Pariser Expo von 1937.

  Die Grube, das Tunnel, der Kanal: In archaische Zeiten zurückreichende


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