AUFGEBLÄTTERT

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 26/05 vom 29.06.2005

Was soll man von einem Typen halten, den selbst der eigene Vater stets ziemlich aufgeblasen fand? Und was erst, wenn dieser Typ seinem Vater rückblickend auch noch Recht gibt? Durchaus einiges, so das überraschende Fazit der Lektüre von "Bono über Bono", einem über mehrere Jahre entstandenen und im wahrsten Sinne des Wortes Gott und die Welt behandelnden Interviewband mit Bono Vox, dem Sänger der irischen Rocksuperstars U2. Mehr noch als die Band selbst polarisiert Bono - im Vorwort erkennt er sich selbst als "geschwätzig, wichtigtuerisch und vermessen" - seit jeher: Ist er ein großer Charismatiker oder doch nur ein enervierender Pathoshaufen? Ein respekteinflößender Weltenretter oder doch nur ein außer Kontrolle geratener Gutmensch? "Ein Rockstar ist jemand mit einer Lücke im Herzen, die beinahe so groß ist wie sein Ego", bekennt er in einem der Gespräche mit dem französischen Journalisten Michka Assyas, einem langjährigen U2-Kenner und -Fan. Ausführlich, bisweilen etwas


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