YPPENPLATZ

Studenten bauen Parasiten

Stadtleben | WOJCIECH CZAJA | aus FALTER 26/05 vom 29.06.2005

Urbane Interventionen - ein fesches Stichwort, das einmal im Jahr inflationäre Verwendung erfährt, wenn die warme Jahreszeit Einzug hält und sich ganz Bobostan wieder aus seinem Wintermantel schält. Die Stadt lebt, und an jeder Straßenecke wird temporär gebaut und geschuftet. Ein solcher städtischer Eingriff steht am Yppenplatz mitten im Brunnenmarktviertel. Ein Kooperationsprojekt von zwei Pariser Architekturschulen, der TU Wien und architektur in progress. "Meist entwerfen die Studenten ein Projekt, ohne sich den Kopf über eine mögliche Realisierung zerbrechen zu müssen", so Nicola Borg Pisani, einer der Projektverantwortlichen, "hier haben sie nun eine Konstruktion entworfen, die sich eins zu eins in Holz nachbauen lassen muss." Keine leichte Aufgabe, möchte man meinen. Doch das Baby steht. Unter dem Titel "ParaCity" - eine Stadt oder doch nur ein Parasit? - ist eine hochgehievte Plattform entstanden, die in visueller wie auch institutioneller Hinsicht ihrem Namen gerecht wird: ParaCity gewährt einen Überblick über den Brunnenmarkt, ein dichtes Veranstaltungsprogramm bereichert die gebaute Stadt um das nötige Stadtleben.


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